Die Mrotzeck Agentur für Werbung bietet als Full-Service-Werbeagentur ganzheitliche Lösungen in den Bereichen Werbung und Marketing, off- und online. Dazu zählt all jenes, was das Bild Ihres Unternehmens in der Öffentlichkeit prägt - Geschäftsvorlagen, Flyer, Image-Broschüren, Internetpräsenzen, Affiliates und vieles mehr.

Mrotzeck Agentur für Werbung

Land in Sicht!

CeBIT 2009 – so war’s

Heute, Stand Montag 09.03., ist die diesjährige CeBIT ja nun einmal Geschichte. Ich möchte an dieser Stelle nicht auf große Berichterstattung machen (das tun schon Andere, und die können das besser); vielmehr möchte ich einige vollkommen subjektive Impressionen teilen.

Nun ist es sage und schreibe neun Jahre (in Ziffern: 9!) her, seit ich die CeBIT zuletzt besucht habe. Ganz einfach aus dem Grund, dass “meine” Kernthemen (sprich, alles rund um Web-Anwendungen) dort eher eine Randerscheinung sind, und ich die dort gebotene Information auch bequem und in Ruhe im Netz bekommen kann. Da will es mir einfach nicht in den Kopf, dafür sportliche Eintrittspreise von 38,- (Tageskasse) bzw. 33,- (VVK) Euro – plus Anfahrt, Parken (8,-) und Messe-Essen – auf den Tisch zu legen.

Andererseits ist so ‘ne Messe ja auch immer ganz nett – und da der Freikarten-Regen dieses Jahr besonders ergiebig war, habe ich die Gelegenheit genutzt und mich auf den Weg nach Hannover (pfui, häßliche Stadt!) gemacht. Am Samstag, im puren Publikumsverkehr, und “in zivil” – keine Lust auf Big Business Show.

Erwartungen

Persönliche Erwartungshaltung: viel Gedränge und noch mehr Nerds. Bestimmt einige schön gemachte Messestände, vielleicht einige interessante neue Geräte und Technologien.

Zumindest die erste Erwartung wird gleich voll erfüllt: Seltsam aussehende Menschen gibt es reichlich, und sie schieben sich gegenseitig durchs Gedränge. Lustigerweise knubbeln sie sich genau da, wo es tendenziell für mich eher uninteressant ist. Bei MSI setzt man keinen Fuss vor den anderen: es gibt riesige Taschen (zum Sammeln und Gewichte-Tragen) und kleine Prospekte (quasi als Startpaket für diesen beliebten Messe-Sport), außerdem natürlich Geräte, die man seit Monaten von engadget kennt und wahlweise auch im nächsten Saturn/Media-Markt/whatever befummeln kann. Das Gleiche gilt für die Mobilfunker: wo auch immer sich ein Handy mit dem obligatorischen Sicherheitskabel zum Anfassen präsentiert, kuscheln sich wildfremde Menschen zusammen – schließlich darf man im Handy-Shop seines Vertrauens nichts anfassen. Dabei sind die wirklich interessanten Geräte (typischerweise als Designstudie ohne Funktion) sorgsam hinter Plexiglas verstaut – und da steht niemand…

Messedesign

In Sachen Optik und Messebau gibt es schon Einiges zu sehen. IBM begrüsst die Besucher mit einer 20 Meter LED-Leinwand und fasziniert mit einem Weltkugel-Display (mit Projektion von innen). Spannende Projektions-Methoden hat auch der an eine Höhle erinnernde Stand der telenor group, dessen Innenflächen für Projektionen genutzt werden. Der gemeinsame Business-Partner-Stand von ebay und sage setzt viel Wasser (in Form von Wänden und Brunnen) und Bambus ein – kein besonders aussergewöhnlicher Effekt, der aber für ein sehr angenehmes Klima sorgt.

Schön anzusehen sind auch einige regionale Themenparks, die viele kleine Stände zusammenfassen und durch “grosses Design” aufwerten – ein gutes Beispiel geben Ägypten (hervorragender Standverbund als in sich geschlossener Park) und das Bundesland Sachsen (sehr angenehm wirkende Lounge) ab. Negativ-Beispiel: NRW hält den Millionen-Slogan we love the new in die Höhe, bietet aber nichts, was die Worthülse füllen könnte.

Themenfremd, aber angenehm präsentiert sich eine kleine Gastronomie-Oase inmitten des Schwerpunkt-Bereiches “Webciety”. Hier hat die Multy-Service Goldt GmbH mit zwei als Bar bzw. Lounge umfunktionierten Airstream-Wagen einen Ort zum verweilen und aufatmen geschaffen. Mit übersichtlicher Speisekarte, freundlichem + schnellem Personal, bequemen Holzmöbeln davor und unaufdringlicher Chillout-Musik wird hier gezeigt, dass Catering auch anders geht.

Innovationen und Future Parc

Wir geniessen heute eine sehr gute Online-Berichterstattung – so ist es schwer, auf einer jährlichen Messe mit faszinierende Neuheiten aufzutreten. Aber nicht unmöglich – hier ein paar Innovationen, die mir persönlich im Gedächtnis geblieben sind:

Airo Origami Notebooks von Asus

Asus präsentiert mit Airo Prototypen für eine neue Notebook-Generation. Diese sind vermutlich noch ohne jede Funktion, und die benötigten Komponenten dürften noch in der Entwicklung sein; aber wenn diese Designstudien mit Leben gefüllt werden, lassen sie bsp. ein MacBook Air aussehen wie ein Brett.

Tobii Eye Tracking

Während berührungssensitive Gross-Displays zwischenzeitlich fast schon ein alter Hut sind, kommt eine neue Form der Benutzerschnittstelle aus Schweden: Tobii Technology AB präsentierte in einer Live Demo die Steuerung von Anwendungen per Eye-Tracking – beispielsweise einen Text, der beim Lesen automatisch scrollt. Eye-Tracking ist als Instrument zur Aufmerksamkeits-Analyse schon länger bekannt (bsp. in Usability-Tests), in der Steuerung von Anwendungen allerdings eine spannende und neue Weiterentwicklung.

Fraunhofer IIS Lokalisierung

Das Fraunhofer Institut Integrierte Schaltungen geht neue Wege in WLAN-Lokalisierung. Mit dem Schwerpunkt auf Präzision und Netzunabhängigkeit grenzt man sich von ähnlichen Angeboten (bsp. SkyHook) ab. Durch die Datenhaltung innerhalb der Applikation arbeitet diese unabhängig von einer bestehenden Internetverbindung (Nutzer von Google Mobile Maps kennen das Problem), beim Einsatz innerhalb kontrollierter Umgebungen sind sowohl die Kartographierung nicht-öffentlicher (Innen-) Räume als auch eine sehr exakte Positionsberechnung möglich. Anwendungsfälle sind beispielsweise WiFi-basierte Navigation in Messehallen oder das Tracking von Transportfahrzeugen in Lagerkomplexen.

Resumé

Die CeBIT ist einen Besuch wert – vorausgesetzt, man bekommt das Ticket umsonst. Wer seine Schwerpunkte vorher eingrenzt, kann in 5-6 Stunden interessante Eindrücke sammeln. Ein gutes Frühstück ist Gold wert – in den Restaurants kann man zwar durchaus einen Sitzplatz erkämpfen, das Essen ist allerdings Messe-typisch in der Qualität von Autobahnraststätten.

Comments

  • Rutger sagt:

    More info on the Telenor stand at: http://www.svenskstandard.org

    • admin sagt:

      Hey Rutger, nice to get some more information about that Telenor stand – especially about the concept behind, and also the interior inside. I stay with it, this is by far one of the most mentionable sites seen at CeBIT this year.
      Thanks a lot!

  • Hey Rutger, nice to get some more information about that Telenor stand – especially about the concept behind, and also the interior inside. I stay with it, this is by far one of the most mentionable sites seen at CeBIT this year.Thanks a lot!
    +1

  • Comments closed